Erste Mal I März 2015

Und wenn es das erste Mal wäre?
Es ist euer erstes Seminar, es ist mein erstes Seminar.
Es ist unsere erste Begegnung, wir kennen uns nicht beim Namen.

Können wir für eine direkte Erfahrung bereit sein, ohne vorgefasste Ideen? Können wir in einem umfassenden „ich weiss nicht“ sein und unser ganzen Referenzen auf die Vergangenheit loslassen, damit sie nicht unsere Wahrnehmung des Augenblicks verzerren? Können wir uns von der Einfachheit eines nicht erdachten, nicht geplanten Moments berühren lassen, wo Vergleich und Bewertung abwesend sind?

Und so zum ersten Mal unverfälscht und unschuldig spüren, sehen, hören.

In einer lebendigen Präsenz einen Arm heben, den Kopf drehen, atmen, ein Bein anwinkeln, um zu entdecken, wie sehr wir in der Wiederholung, der Gewohnheit, dem Willen und der Anstrengung sind. Einfache Bewegungen, ohne weiteren Zweck, als jenen, dem gegenwärtigen Zustand des Körpers zu begegnen und die Empfindung frei von jedem willkürlichen Eingreifen sich entfalten zu lassen. Die Meditation ist die stetige Unterstützung bei der Erforschung des Körpers in seiner mehr vibrierenden als muskulären Substanz. Sie wird die Ansammlung von Spannungen aufdecken, welche eine Empfindung von absichernder und belastender Dichte bilden. Diese Abwehrschichten betäuben den ursprünglichen Körper. Da damit seine Sensibilität und Fähigkeit zur Vibration unterdrückt sind, wird er schwer und undurchlässig. Seine natürliche Ausdehnung, die weder Grenzen noch Richtungen kennt, zieht sich zusammen. Die Empfindung, von der Umgebung isoliert und getrennt zu sein, wird zu unserer Realität - die ideale Unterstützung für das Bild einer genau abgegrenzten Person. Durch diese lebendige und achtsame Erforschung werden unsere Dichte und unsere Kontraktion nach und nach resorbiert werden und erlauben so unserem wahren, intuitiven, freien, strahlenden und ekstatischen Potential, erneut zu erwachen.

Ich lade Euch ein zu dieser Entdeckung ohne eine andere Referenz als das Wirkliche.