Nathalie Delay

profil pt
Nathalie ist von Kindesbeinen an Malerin, ihre Sensibilität für das Schöne führt sie zur Suche nach der Wahrheit, die sie vom Herzen aus in jeder künstlerischen Emotionalität vorausahnt. Nathalie begegnet im Alter von 26 Jahren der Tradition des kaschmirischen Tantra, einem Weg, in dem das ästhetische Erleben als Mittel zum Erreichen der allerletzten Erfahrung der Wirklichkeit voll anerkannt wird. Die Lehren dieser Tradition berühren sie sofort. Sie bestätigen ihre Intuition, dass sich hinter der Erscheinung der Formen eine wesentliche Wahrheit versteckt. Sie wird sich dieser Lehre mehr als fünfzehn Jahre lang widmen, im Umfeld der symbolträchtigsten Repräsentanten davon – Daniel Odier und Eric Baret. Ihre Art, sich mit diesem Weg zu beschäftigen, ist direkt und vollständig; ihr erster Lehrer ermutigt sie übrigens rasch zu diesem sehr konkreten Zugang und verhindert, dass sie sich von der Welt zurückzieht, um ihr Engagement dafür zu leben. Die Gesamtheit ihres Lebens wird also zum Forschungsfeld und der praktischen Umsetzung der tantrischen Lehren. Ungeachtet der Tatsache, dass sie Mutter und eine erwerbstätige Frau ist, lebt sie ihre Suche vollständig, ihr gewöhnliches Leben hindert sie in keinster Weise an der Durchdringung zur Quelle des Seins. Ihre Lehre spiegelt ihre Erfahrung wider, welche sich mehr und mehr von den traditionellen Referenzen entkleidet, um sich auf die Wirklichkeit zu zentrieren, die zur Basis ihrer Lehre wird. Nathalie unterrichtet die Wirklichkeit wie es ein Chan-Meister formuliert hätte. Sie bringt ihre Schüler unaufhörlich zurück in die Realität ihres Lebens, das wie ein Garant ihrer spirituellen Reife ist. Sie ermutigt sie, in jeder Situation klar und aufrichtig zu sein, um zu entdecken, was in ihnen nicht authentisch ist und was sie zurückhält, an die Wurzel ihres Seins hinabzusteigen.

Nathalie überträgt einen Nicht-Weg, denn er findet hier, jetzt und in uns statt – begraben in der direkten Erkenntnis des Selbst.